Meine Imkerei – über 25 Jahre Demeter-Bienenhaltung


Schon vor der ersten Zertifizierung 1996 noch zusammen mit meinem Freund Uli Nett in Kassel orientierte sich unsere damalige Imkerei mit 50 bis 70 Völkern an den Vorgaben der Demeter-Richtlinien für die Bienenhaltung.
Seit 1996 wird die Imkerei jährlich auf die Einhaltung dieser Richtlinien kontrolliert und zertifiziert. Die Kontrolle wird durchgeführt von der KONTROLLGESELLSCHAFT ÖKOLOGISCHER LANDBAU mbH mit der Kontrollstellen-Nummer DE-ÖKO-022

Das aktuelle Demeter-Zertifikat finden Sie hier. Ein Betriebsportrait finden Sie auch auf Demeter.de

In der Zeitschrift Lebendige Erde findet sich eine anschauliche Grafik zu den Prinzipien der Demeter-Bienenhaltung.

Basis meiner Bienenhaltung sind Magazinbeuten aus 28 mm starkem Holz der Weymouth-Kiefer; dieses ist leicht, stabil, lässt sich sehr gut bearbeiten und bietet eine gute Wärmedämmung. Seit 2020 führe ich auch einige Völker in strohgedämmten Bruträumen aus der Herstellung von Robert Friedrich, ein Pionier der Demeter-Bienenhaltung – mehr dazu auf http://www.Strohbeuten.de

Grundform sind Halbzargen auf der Basis „Deutsch-Normal“ (DN) für 12 DN-Halbrahmen.
Diese verwende ich für die Honigräume mit 11 DN-Halbrahmen oder 9 DN-Halb-Dickwabenrahmen. Auch in den Rahmen der Honigräume bauen meine Bienen ausschließlich Naturbauwaben (ich verwende auch hier keine Mittelwände).

Die Bruträume meiner Bienenvölker stelle ich aus jeweils drei Halbzargen zusammen – in diese drei Halbzargen hänge ich bis zu 11 große Rahmen, die etwas höher sind als 1,5 DN. Das Innenmaß dieser Rahmen beträgt 350 mm breit x 340 bis 360 mm hoch. In diesen großen Rahmen können die Bienenvölker schöne große Naturbau-Waben bauen, die sowohl für die Brutsphäre als auch für einen Honigfutterkranz ausreichend Platz bieten. Mit dem Einsatz von ein oder zwei Schieden kann ich die Größe des Brutraums jeweils dem Entwicklungsstand meiner Völker anpassen.

Ich verwende für meine Magazine hohe Böden mit bis zu 8 cm Raum unter den Rahmen mit den Brutraumwaben. Diese Böden haben nach hinten eine zu öffnende Klappe – vorn zentral-mittig ein rundes Flugloch mit ca. 4 cm Durchmesser. Bei starkem Trachtflug kann ich vorn über die gesamte Breite auch noch einen Flugschlitz öffnen, der ca. 1 cm hoch ist. Interessant ist, daß die Bienen über den Schlitz abfliegen, nachdem ich diesen geöffnet habe, und über das runde Flugloch wieder in die Beute einfliegen.

Die Vermehrung meiner Bienenvölker aus dem eigenen Bestand erfolgt mit natürlich gefallenen Vorschwärmen und Nachschwärmen oder bei Bedarf mit vorweggenommenen Schwärmen aus Völkern, die in akuter Schwarmstimmung sind. Das abgeschwärmte Restvolk teile ich nach Bedarf in zwei oder drei Ableger mit Schwarmzellen auf.
Hin und wieder fange ich auch freie Naturschwärme ein und integriere diese in meine Imkerei.
Eine Beschreibung zu dieser Arbeitsweise finden Sie in den beiden Aufsätzen zum „Schwarmprozeß“ hier.

Mein Arbeitsmotto ist:
„Der Brutraum mit den großen Rahmen ist für die Bienen – nur der Honigraum ist für den Imker“
Im Brutraum führe ich „Kulturmaßnahmen“ durch, die in der jeweiligen Jahreszeit zum Gedeihen des Volks beitragen. Ein Motiv hierfür ist: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht …“, aber es wächst besser, wenn man seine Umgebung gut gestaltet. Das ist für die Entwicklung von Bienenvölkern unter Kulturbedingungen und -Betrachtungen nicht anders.
Aus den Waben des Brutraums wird kein Honig geerntet – Honigvorräte dort bleiben den Bienen. In den letzten Jahren konnte ich mit dieser Arbeitsweise eine Ergänzungsfütterung mit Zucker auf ein Minimum reduzieren oder sogar völlig darauf verzichten.

Honigernte
Ich ernte Honig ausschließlich aus den Honigräumen – entweder als Schleuderhonig oder als Wabenhonig. Dadurch wird den Völkern viel eigener Honig im Brutraum überlassen.
Aus diesem Grund ist mein Angebot immer limitiert. Informieren Sie sich deshalb auch über die Angebote meinen Demeter-Imker-KollegInnen – Portraits finden Sie hier

Honig vom Demeter-Imker imkerlich-handwerklich in kleinen Chargen gewonnen, gepflegt, schließlich in Gläser gefüllt und in Verkehr gebracht:

Jeder Honig wird so ein Unikat
– Von jedem Volk
– Von jeder Ernte
– Von jedem Standort,
von jeder „Lage“
– Aus jeder Jahreszeit
– Aus jedem Jahr
– Immer wieder neu
– Immer wieder anders

Wachsernte
Aus Brutwaben, die ich den Völkern entnehme, weil sie dort nicht mehr gebraucht werden oder aus Honigwaben, die ich in den Honigräumen nicht mehr verwenden will gewinne ich das Wachs, indem ich die Waben in einem Sonnenwachsschmelzer ausschmelze.  Auch das bei der Honigernte anfallende Entdeckelungswachs wird so eingeschmolzen.
Ich erhalte so qualitativ höchstwertiges Demeter-Naturbau-Bienenwachs.

Wo finden Sie den Honig aus meiner Bienenhaltung?
Aktuell natürlich immer bei uns an der Haustür (wenn wir zuhause sind)
oder Sie bestellen, günstigenfalls per E-Mail – ich liefere in die nähere Umgebung oder versende per Post.
Mein aktuelles Angebot finden Sie hier – (Zwischenverkauf vorbehalten)

In der Region finden Sie Honig und Wabenhonig aus meinen Bienenvölkern
im Bio-Laden MEIN KLEEBLATT in Fritzlar, Kasseler Straße 2
im Hofladen Biohof Groß in 34576 Homberg (Efze) – Mühlhausen, Dorfbrunnen 1
im WEISSENSTEIN (Markt-Restaurant-Catering) in Kassel, Königstor 46
sowie im EDEKA Gudensberg, Kasseler Straße 5a in Gudensberg

meinen Demeter-Wabenhonig bietet zeitweise der Biomarkt Greger in Kassel-Wilhelmshöhe an

Überregional bietet der Bio-Supermarkt Bio-Menken
in 77815 Bühl, Oberweierer Straße 1 den Honig an.

Bei Fragen zu meiner Imkerei und meinen Bienenprodukten kontaktieren Sie mich bitte hier.