Es ist nicht einfach mit dem Denken – finde ich – und schon gar nicht, das Gedachte schriftlich zum Ausdruck zu bringen.

Was hat denn z.B. Honig mit dem Denken zu tun – mit dem Denken „guter“ Gedanken?
Und wie ist es zu schaffen, aus den gedachten „guten“ Gedanken dann auch „gutes“ Handeln zu machen?

Samstag, 25.01.2020

Vor einigen Tagen erhielt ich die Pressemeldung der Aurelia-Stiftung
BMEL lässt Imker und Bienen bei Glyphosatbelastungen von Honig im Stich
im Nachgang der Aktion vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 15.01.2020 „Klebriger Protest – Imker verschütten Honig am Agrarministerium“.

Wie soll das weitergehen mit einer Landwirtschaft, die einen Versorgungsauftrag zu erfüllen versucht und dabei immer mehr durch die Art und Weise dieser Erfüllung die gesamte Versorgung in Frage stellt? Die dabei die Lebensumwelt mehr zerstört als diese nachhaltig zu entwickeln?
Am Honig ist das beispielhaft erkennbar – dieser ist zu einem guten Teil Ausdruck dessen, was in der Umgebung der Bienenstöcke stattfindet – die Bienen sammeln und konzentrieren das im Honig. Bei solchen Ereignissen, wie dem der Bioland-Imkerei Seusing wird das lediglich sehr drastisch deutlich. Wer schützt die Bienen (und all die anderen blütenbesuchenden Insekten), den Imker, den Honig vor den Kontaminationen aus einer seit Jahrzehnten verirrten Landwirtschaftspolitik.

Was bedeuten die „grünen Kreuze“, die aktuell auf vielen Feldern aufgestellt sind?
Aus einer Perspektive kann man sie als ein Zeugnis dieser verfehlten Politik sehen, die vor über 60 Jahren konstatierte, Lebensmittel müssten „billig“ sein, damit die Menschen industriell hergestellte Konsumgüter kaufen könnten, weil nur das die Wirtschaft entwickelt. Man könnte sagen, die Folge war eine große Lüge, der wir alle mehr oder weniger aufgesessen sind, nicht zuletzt die Landwirte – und heute? Wer mag schon zugeben, daß er sich 60 Jahre hat belügen lassen?

Zu den Demonstrationen der Landwirte in den letzten Monaten hat Walter Haefeker vom Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund schon am 26.11.2019 einen lesenswerten Kommentar veröffentlicht auf den ich hier aufmerksam machen möchte. Außerdem ist mir noch wichtig, auf die Europäische Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten“ hinzuweisen, die ich aktuell wirklich unterstützenswert finde.

Mittwoch, 13.11.2019

„Der Mensch hat das Vermögen, sich den Naturgesetzen nicht zu fügen. Ob es Recht oder Unrecht ist, von diesem Vermögen Gebrauch zu machen: das ist der wichtigste, aber auch der unaufgeklärteste Punkt unserer Moral.“
Maurice Maeterlinck „Das Leben der Bienen“, Jena 1906, 4. Auflage, S. 21

Montag, 27.05.2019

Wird Europa nach der Europa-Wahl „grüner“?
Nur dann, wenn wir uns immer wieder selbst aktivieren und einbringen! Wir dürfen die Politik nicht nur den Politikern überlassen! Insbesondere Imker und Menschen, die für Natur und Insekten eine engagierte Haltung empfinden, müssen sich immer wieder sanft bis nachdrücklich (nicht militant) einbringen.

Nach dem sehr starken Votum in Bayern ist auch die Petition von Thomas Radetzki zur „Pestizidkontrolle“ mit großer Zustimmung erfolgreich gewesen – wie es jetzt weitergeht: Darüber wird hier berichtet.

Aktuell findet in Baden-Württemberg eine solche Aktion statt – das „Volksbegehren Artenschutz“ – auch dieses braucht Unterstützung!

Dienstag, 12.03.2019

Biene sammelt Pollen an Habichtskraut immer Vormittags

Letztlich dreht sich die Frage konkret um uns:

  • Wie stellen wir uns die Landschaften vor, in denen wir leben wollen?
    Wie wünschen wir uns die Landschaften, in denen wir leben wollen?
    Wie sollen diese Landschaften durch unsere Kultur, die wir dort leben, gestaltet und genutzt sein?

Kultur ist Ausdruck von Begegnung – Begegnung ist Grundlage aller Kultur. Alle heute genutzten landwirtschaftlichen Kulturgüter (Böden, Nutzpflanzen, Nutztiere) sind Ergebnis intensiver Beziehung und Begegnung zwischen Mensch und Naturwesen seit vielen Jahrtausenden. Ohne Begegnung zerfällt Kultur; minimierte Begegnung führt zu Verwilderung. Ohne geführte Begegnung stagniert die Entwicklung der Kultur.

Eine Weiterentwicklung des Menschen ist nur in und mit der Natur möglich. Eine Weiterentwicklung der Natur braucht eine intensive Zuwendung des Menschen. Dies kann auch an der Situation der Bienen deutlich werden.

 

Sonntag, 03.02.2019

Hierüber denke ich gerade nach
Kommen wir mit 2000 m² zurecht?
Und wenn ja – wozu braucht es die Bienen?

Und welcher Mensch pflegt „meine“ 2000 m² für mich, wenn ich es nicht selbst tun kann?
Und wie will ich, daß sie/er das macht?